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Dienstag, 16. Januar 2007

Unsere ersten „Fortgeherlebnisse“

Nach eineinhalb Wochen Aufenthalt in Juárez haben wir es endlich mal geschafft, die Stadt bei Nacht zu erkunden. Am Freitagabend gingen wir mit unserem „Gastbruder“ Claudini, Tiffany (die Taiwanerin, die auch im Haus wohnt) und Claudini’s Freunden in eine Bar/Diskothek. Leider mussten wir bereits beim Eingang feststellen, dass man als Mädel in México hochhackige Schuhe „benötigt“ – wir beide waren so ziemlich die einzigen weiblichen Wesen in diesem Club, die Schuhe unter 8 cm Absatz anhatten. Trotz unseres Fehlgriffs bei den Schuhen war es ein sehr lustiger Abend. Da es bereits um 1 Uhr kein Bier mehr gab, mussten wir weiterziehen. Wir fuhren zu einer Geburtstagsparty von einem Freund von Claudini. Dort gab es allerdings leider auch kein Bier mehr und so mussten wir wohl oder besser gesagt übel auf das mexikanische Nationalgetränk umsteigen – Tequila. Beim Tequilatrinken mussten wir feststellen, dass dieses Getränk leider auch in México nicht besser schmeckt als in Österreich ;-). Aus diesem Grund blieb es bei einem winizigen Gläschen.
Mit grauenhaftschmeckendem Tequila war’s aber nicht genug – ein anderes Getränk in México ist Whisky aufgespritzt mit Sodawassen – I G I T T – so etwas grauenhaftes kann sich wirklich keiner vorstellen, deshalb haben wir Claudini bestens mit unserem Getränk versorgt - als er nicht hinsah.
Trotz einiger „Trinkprobleme“ schafften wir es, bis 4 Uhr morgens durchzuhalten – und dann wurde geschlafen.

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Anna mit Claudio und Tiffany (den Turteltaeubchen)

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Wir mit Dado und bald-Freundin Nancy (Uni-Kollegin)

Am Samstag wachten wachten wir leider schon um 8 Uhr auf. Der ganze Tag war geprägt von Gähnen ;-) Dies hinderte uns allerdings nicht, am Samstagabend eine weitere Bar in Juárez zu erkunden. Diesmal gingen wir es aber etwas gemütlicher an. Wir beide und vier Uni-Kolleginnen gingen in eine spanische Bar, aßen Tapas und tranken Sangria. Aufgrund unserer Müdigkeit wurde unser Abend um 0:30 Uhr beendet.

Am Sonntag schafften wir es mal Kleinigkeiten für die Uni zu erledigen. Leider hat sich herausgestellt, dass unser Auslandssemester kein Urlaub wird, sondern doch eher Arbeit. Aber wir werden sehen…
Am Abend kamen dann Claudini’s Freunde zu besuch – somit wurde aus unserm Plan früh schlafen zu gehen auch wieder nichts. Wir grillten (und das mitten im Jänner – obwohl wir hier in México sind, ist es auch in Jännernächten eher kalt), tranken Bier und saßen gemütlich beisammen. Wir stellten fest, dass Mexikaner sehr musikalisch sind – sie singen und spielen Gitarre für ihr Leben gerne.
Außerdem lernten wir, dass Dosenbier in México etwas größer ist; nicht wie bei uns 0,5 Liter sondern 0, 75 Liter.

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Pedro, Tiffany und Anna

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Chrisitane und Adrian

So...was lernten wir aus diesem Wochenende? Also, unser nächster Plan ist es, Schuhe kaufen zu gehen!!! Weiters haben wir am Montag feststellen müssen, dass es nicht wirklich ratsam ist am Sonntagabend zu feiern, wenn am Montag um 7:30 Uhr die Uni beginnt...werden wir aus unseren Fehlern lernen???

Freitag, 12. Januar 2007

Die erste Woche am TEC de Monterrey, Campus Ciudad Juárez

Entgegen unser Annahme am Montag schon die ersten Kurse zu haben, bestand unser erster Unitag eigentlich nur aus warten. Für alle die es nicht wissen…warten ist das halbe Leben in Mexiko.
Als wir unseren „horario“ bekamen, bemerkten wir, dass wir die Kurse, die wir uns in Österreich ausgesucht haben und die von der FH-Steyr genehmigt wurden, hier in Juárez nicht belegen dürfen, können oder was auch immer. Sie haben uns einfach andere Kurse zugeteilt, die aber leider überhaupt nicht mit unserem Studienplan in Steyr übereinstimmen.
Wir erklärten Zuly (ist für die Kurseinteilung zuständig), dass wir diese Kurse nicht belegen können da sie von der Österreichischen Uni nicht akzeptiert werden. Nach langen „Verhandlungen“ erreichten wir (unserer Meinung nach) so halbwegs passende Kurse zu bekommen. Leider stimmt Herr Lindinger (FH-Steyr), den wir mit E-Mail bombadierten, nicht ein und teilte uns mit, dass wir 7 Kurse in Steyr nachmachen müssen. Dies wollten wir nicht akzeptieren und „verhandelten“ erneut mit Zuly. Wir erreichten, dass wir einen halbwegs passenden Kurs besuchen dürfen. Edna (International Office) und Zuly sind zwar der Meinung, dass dieser Kurs zu schwer für uns ist, allerdings werden wir es trotzdem versuchen. Wenn’s wirklich nicht geht, müssen wir halt den gesamten September in Steyr verbringen.
Schlussendlich haben wir jetzt am TEC sechs Kurse – 2 auf Spanisch und 4 auf Englisch und in Steyr müssen wir „voraussichtlich“ 5 Kurse nachholen ;-(

TEC de Monterrez, Campus Ciudad Juarez

Die Kurse, die wir bis heute hatten, sind echt interessant. Zwei Vorlesungen haben wir „virtuell“ dh. wir sitzen vor dem Fernseher und ein Professor redet mit uns. Dies sind Vorlesungen von einem anderen Campus des TEC und die so übertragen werden. Teilnehmen können wir in diesem Kurs nur über Internet…werden wir sehen wie das wird.
In den meisten Kursen sind wir nur um die 20 Personen und somit ist unser Chance groß, dass wir uns bald einige Gesichter merken können. Wir kennen bis jetzt noch sehr wenige Leute, uns kennen allerdings ziemlich viele. Jeder sieht uns an, als ob wir von einem anderen Planenten wären. Obwohl in dieser Gegend Mexikos auch einige so weiß wie wir sind, sieht man es uns sofort an, dass wir nicht von hier sind. Gestern wurde uns erklärt, dass es an unserer Nase liegt ;-)

In der ersten Wochen haben wir an der Uni nicht viel anderes gemacht, als von einem Büro ins andere zu laufen, zu warten und versuchen passende Kurse zu finden.

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Sonntag, 7. Januar 2007

Unsere ersten Tage in Mexico

Die ersten Tage nach unsere Ankunft in Mexico waren geprägt von wenig Schlaf, einem um 5 Uhr morgends bellenden Hund und einen Turbogebläse, das eine Heizung darstellen soll. Entgegen aller Vermutung möchten wir aber richtig stellen, dass „wenig Schlaf“ nicht auf unser ausgiebiges Fortgehverhalten zurückzuführen ist, sondern auf 8 Stunden Zeitverschiebung und zusätzlichen Störfaktoren (Hund, Turbine)

Beginnen wir aber von vorne: Wir beide wohnen gemeinsam bei einer Familie – Familie Cantañon. Insgesamt wohnen wir zu 6 + Hund in einem Haus. Susana und Claudio sind die Eltern, ihren Sohn Claudio – der aber liebevoll Claudini genannt wird, einer Taiwanesin Tiffany, die hier bei Familie Cantañon ist und dem Hund Mancha. Anna und ich haben allerdings bereits Wetten abgeschlossen, wielange Mancha noch unter uns weilen wird – siehe Fotos.
Claudio und Susana haben auch noch eine Tochter, Ana, die ist aber für ein Jahr in Paris als Austauschschülerin.

Wir wohnen in einem schönen Haus im Norden von Juárez. Juárez ist, wie wir bereits zuhause öfter erwähnten, eine relativ gefährliche Stadt. Wir wohnen in einer abgesicherten Gegend; das bedeutet, in unserem „Dorf“ sind ca. 25 Häuser. In dieses „Dorf“ gelangt man nur durch ein abgesichertes Tor, welches 24 h von einem Aufseher bewacht wird.
Alleine dürfen (sollen) wir nicht recht weit – wir brauchen (fast) überall Mexikaner, wenn wir irgendetwas machen wollen. Dies hört sich vielleicht schlimm an – aber ist es nicht – es ist einfach Gewöhnungssache. Außerdem hätten wir sowieso nicht die Möglichkeit, da es hier so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Es gibt zwar Busse, die aussehen wie aus alten amerikanischen Filmen, aber es gibt keinen Busplan dh. die Busse fahren irgendwo und bleiben irgendwo stehen.
Einen Weg, den wir alleine bestreiten können, haben wir schon entdeckt – zu Superette (ein mexikanischer Supermarkt), wo wir vor unser „Cerveza“ sorgen. Die Verkäufer dort wissen schon, dass sie mit uns nicht reden brauche, weil wir nicht sehr viel – um nicht zu sagen nichts – verstehen, allerdings kennen sie uns schon und wissen, was wir wollen –
C E R V E Z A.

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In den ersten Tagen in Mexico haben wir nicht sehr viel gemacht und erlebt; wir waren am Nachmittag todmüde und am Morgen um 5 Uhr hellwach. Freunde der Familie hätten uns am Abend zwar mitgenommen Ciudad Juárez zu erkunden aber wir bevorzugten unser Bett ;-) Wir sind aber stolz berichten zu können, dass wir es einmal geschafft haben bis 10 Uhr aufzubleiben und ins Kino zu gehen. Heute waren wir zu Mittag (15 Uhr) in einem Restaurant namens Barrigas, in das uns Claudio („Gastpapa“) eingeladen hat. Das Essen was total lecker und total scharf, wie übrigens alles hier. Wir haben den Wasserverbrauch in unsrem Haus schon extrem angehoben, da wir zum Essen immer sehr sehr viel trinken müssen ;-)

So…morgen beginnt die Uni, wo wir dann sicher einiges zu tun haben werden. Vamos a ver…

Die Reise in die Ferne
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